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Chancen für kleine und mittlere Saunabetriebe

Meine Frau und ich hatten vor etwa einem Jahr von einer großen Therme in Österreich den Auftrag erhalten, ein neues Saunakonzept zu erstellen. Es ging um eine sehr exklusive Anlage und entsprechend vornehm war auch das Publikum. Wir hielten uns erst ein paar Tage in der Anlage auf, um das Verhalten der Gäste zu studieren und einen Eindruck von den angebotenen Aufgüssen und sonstigen Dienstleistungen zu erhalten.

Das Ergebnis war für uns eher ernüchternd. Zwischen den Gästen und auch zwischen Gästen und Mitarbeitern gab es praktisch keinen Kontakt. Das Aufgussprogramm wurde "abgearbeitet", die Anlage sauber gehalten und das war`s.

Nach drei Tagen starteten wir einen Versuch. Angekündigt lediglich durch einen Satz in der morgendlichen Hauspostille: "Heute finnische Sauna mit Wolfgang + Elisabeth".

Wir haben eine kleine Außensauna für unsere Zwecke reserviert, die Temperatur abgesenkt auf etwa 70°C und unsere mobile Feuerstelle auf der Saunaterrasse aufgebaut. Nun ging meine Frau von Liege zu Liege und von Stuhl zu Stuhl und lud Damen dazu ein, mit ihr finnische Sauna zu machen. Das war nicht einfach und die Zurückhaltung vor dem Unbekannten sehr groß. Dennoch schaffte sie es, neun Damen zu überzeugen. Sie gingen zusammen in die Sauna, dazu gab es einen Kasten Bier und viel heißes Wasser zum Aufgießen. Eine der Damen war überhaupt noch nie in einer Sauna und sie behauptete steif und fest, das sei nichts für sie und sie könne Sauna auch gar nicht vertragen.

Die ersten fünf Minuten war es sehr ruhig, dann wurde es munter in der Sauna! Währenddessen machte ich Feuer, stellte Wasser für den finnischen Feuerkaffee auf und fing an, finnische Pfannkuchen auf meiner Spezialpfanne zuzubereiten. Man sagt, wo Feuer ist, kommen die Menschen hin. Das war auch hier so - erst zögerlich, dann immer näher. Einige wollten wissen, was ich da mache. Ich erklärte es ihnen und so kamen wir ins Gespräch. Sie griffen munter nach den frischen Pfannkuchen und bestätigten mir, es wären die besten, die sie je gegessen hätten.

Nach etwa einer Stunde hatten die Damen ihren Saunagang beendet. Sogar die Dame, die noch nie zuvor in einer Sauna war, wuderte sich, dass sie es eine Stunde problemlos ausgehalten hat. Schwatzend und lachend kamen sie heraus, duschten sich und kamen zum Feuer. Ich ging dann mit "meinen" Männern hinein und wir hatten viel Spass und eine Menge zu erzählen. Das Bier schmeckte allen hervorragend, auch den sonst Nicht - Biertrinkern. Als wir uns dann wieder zu den Damen gesellten, hatten die sich mittlerweile ebenfalls gestärkt.

Wie von selbst, stellten die Gäste von sich aus die einzelnen Tische zusammen und wir bildeten eine große Runde. Einer der Gäste hatte eine Ziehharmonika im Auto. Er holte sie und wir begannen gemeinsam zu singen und im Bademantel und Sandalen zu tanzen.

An diesem Nachmittag konnten wir fremde Menschen zusammenbringen, die sonst mit großer Wahrscheinlichkeit nie ein Wort miteinander gesprochen hätten.

Das alles kann Sauna, wenn man bereit sein, die Menschen abzuholen und ihnen die richtigen Werte zu vermitteln!

       

Elisabeth + Wolfgang Leidenfrost

Lizenzpartner der „Die Service-Schule“ von Vinzenz Baldus

Mobil: +43 664 73020 156

Mailto: wolfgang@sauna-erfolgreich-machen.eu

www.sauna-erfolgreich-machen.eu

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